Collegium Maius | 16.09.2019 19:30-21:30 Uhr | Erfurt

Wir müssen unsere Mobilität neu denken – soweit sind sich zumindest viele Menschen einig. Doch wohin soll die Reise gehen? Alles wie immer, nur elektrisch? Sicher nicht. Mehr ÖPNV, mehr gemeinsame Nutzung, mehr Fahrrad und Fußverkehr? Klingt schon besser. Fakt ist, dass wir auch bei der Verkehrswende berücksichtigen müssen: Wir leben momentan drastisch über unsere Verhältnisse!

Dr. Tobias Haas wird deshalb auf unserer dritten „Wohlstand neu definieren“-Veranstaltung die Wechselwirkung von Verkehrswende und
Postwachstum diskutieren. Er argumentiert, dass Verkehrsvermeidung und die Verursachung von Verkehr (Verkehrszwänge) in der De-
batte um die Verkehrswende unterbelichtet bleiben. Stattdessen wird vorwiegend auf technologische Lösungen (beispielsweise Elektro- und Wasserstoffautos) gesetzt.

Eine Perspektive auf Verkehrsvermeidung ermöglicht es, die sozialen Ursachen des Verkehrswachstums zu hinterfragen und andere Möglichkeiten eines sozial und ökologisch verträglichen Verkehrssystems
zu denken.

Im Anschluss an seinen Vortrag diskutieren wir mit lokalen Akteuren aus dem Bereich der Mobilität:

  • Achim Kintzel (Abteilungsleiter Verkehrsplanung in Erfurt)
  • Christoph Heuing (Geschäftsführer des VMT Thüringen)
  • Falko Stolp (Sprecher des VCD Erfurt)
  • Sebastian Götte (Sprecher des Thüringer Facharbeitskreises Mobilität von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

Und natürlich mit Euch :-)! Wir freuen uns auf Eure rege Teilnahme!


Tobias Haas ist seit November 2017 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungszentrum für Umweltwissenschaften der Freien Universität Berlin beschäftigt. Er studierte Volkwirtschaftslehre und Politikwissenschaft an der FU Berlin. Nach einem kurzen Abstecher an die TU Dresden war er von 2012 bis 2017 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Arbeitsbereich für „Politik und Wirtschaft (Political Economy) und Wirtschaftsdidaktik“ an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Er promovierte mit einer Arbeit zur Politischen Ökonomie der Energiewende in Deutschland und Spanien im europäischen Kontext.



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